· 

Haben Hunde (Mit)Gefühle?


Haben  Hunde  (Mit) Gefühle?

Mir geht's mies - und wie geht's Dir?

Uns geht's mies ....

Wir haben jetzt gefühlt Tag 852 nach Beginn der Corona-Pandemie hinter uns. Ich sage bewusst ‚gefühlt‘, denn natürlich befinden wir uns noch gar nicht so lange im Lockdown.

 

Trotzdem. Wir sind Corona-müde, Sophie und ich. Und Superhero-Herrchen auch, aber weil er ein Mann ist, leidet er nicht so offensichtlich unter dem Blues wie wir beiden Mädels. Zum Glück sind wir alle drei und der Rest der Familie weltweit bis jetzt vom Virus verschont geblieben, aber es geht uns einfach nicht gut.

 

 

'Ich hab den Blues ...'

Was fühlt ein Hund eigentlich?

Eigentlich wollte ich schon lange mal den Blog-Artikel über das Thema ‚Haben Hunde Gefühle?‘ schreiben, der mir im Kopf herumschwebt.

 

Natürlich habe ich schon in der Prä-Sophie-Ära diese Frage bejaht, aber eher so in Richtung ‚Hund hat Angst/freut sich/fühlt sich allein/hat Spaß‘.

 

Seit Sophie uns als Leinenträger adoptiert hat, kann ich über diese eingeschränkte Sichtweise nur lachen. Sophie hat nämlich – Mitleid. Sie fühlt mit, und sie leidet mit. Egal, ob mit anderen Fellnasen oder mit Superhero-Herrchen und mir. Und momentan gibt es eine Menge zum Mitfühlen und Mitleiden für Sophie.

Alles ist anders …

Alles ist anders als vorher, und doch wieder nicht.

 

Für mich selber hat sich vom Arbeitstag her gar nichts geändert, geschweige denn habe ich ‚Corona-Ferien‘, wie manche es etwas zynisch nennen. Ich sitze an sieben Tagen der Woche mehr oder weniger lange Stunden am Laptop und versuche verzweifelt, mein neuestes Buch zum ‚jetzt aber wirklich‘ letzten Mal zu überarbeiten. Ja, es ist gar nicht so leicht, einen richtig pfiffigen Thriller zu schreiben. Inzwischen weiß ich selber nicht mehr, wer der Mörder ist ... :-)

 

Nein, Spaß beiseite, das Buch liegt mir wirklich schwer im Magen, und jeder Tag, der vergeht, macht mich noch nervöser. Dazu noch der kleine Hundeblog, der mir wirklich eine Herzensangelegenheit ist, und der noch viel mehr Beiträge und Fotos verdient hätte ...

 

Auf gut deutsch: Ich habe gerade wirklich genug Sorgen – ich hätte Corona, Covid-19 und alles, was an Schlimmen gerade passiert, nicht extra gebraucht.

… und zwar definitiv!

Alles ist anders als vorher, und zwar definitiv.

 

Die Pandemie, speziell der Lockdown schränkt uns alle ein. Das, was bis vor ein paar Wochen noch absolut selbstverständlich war, ist jetzt in weite Ferne gerückt. Stattdessen herrscht Leere im Kopf – ungefähr die gleiche Leere wie im Toilettenpapier-, Mehl- und Heferegal im Supermarkt, den wir möglichst nur noch alle anderthalb Wochen mit Einmalhandschuhen und einem miesen Gefühl betreten.

 

Auf der anderen Seite ist es still draußen. Ungewohnt still. Heute ist Ostersonntag, und wie schon die vergangenen Tage lacht die Sonne vom (fast) wolkenlosen Himmel. Normalerweise wäre auf den Straßen rund um unser Dorf, die Richtung Nordschwarzwald führen, jetzt echt die Hölle los. Tagesausflügler mit Fahrradständer auf dem Dach, Motorradfahrer im knatternden Konvoi, Cabrio-Cruiser mit mehr oder weniger vielen PS. Aber es ist still. Kaum ein Auto unterwegs, schon gar kein Motorrad. Eigentlich bin ich immer froh über Ruhe, aber diese geisterhafte, unnormale Stimmung schlägt mir aufs Gemüt.

 

 

 

Ostern in Corona-Zeiten ...

Wir sind asozial geworden, im wahrsten Sinne des Wortes. Abstand halten zu anderen Menschen mussten wir echt erst noch lernen, und zwar nicht nur im Supermarkt. Besuchsverbot im Seniorenheim bei meiner Mutter, abgesagte Geburtstagsparties, auf ‚Irgendwann mal nach Corona‘ verschobene Besuche und Treffen, stornierte (Traum)Reisen ...

 

Der Lockdown ist absolut notwendig, aber trotzdem – er macht einsam und traurig. Wir gewöhnen uns einfach nicht dran, dass man auf Gassirunden jetzt Schleppleinen-Abstand zu den vielen Bekannten hält. Wir sind traurig, wenn wir wieder eine Feier aus dem Kalender streichen müssen. Wir vermissen die Ungezwungenheit und Freiheit, schnell mal mit den Lieblingsnachbarn zusammen den Grill anzuschmeißen. Wir schreiben sämtliche Reisepläne für dieses Jahr ab – und das bereits bezahlte Geld dafür sowieso. Wir sind Corona-müde, und sollten doch eigentlich dankbar sein, dass wir (noch) gesund sind.

 

Und Sophie? Die fühlt sich mies. Genau wie wir.

Hundeleben in Zeiten von Corona, Covid-19 & Co.

Sophie leidet mit, das ist offensichtlich.

 

Sie spürt die Anspannung und die schlechte Stimmung, und sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Herrchen und Frauchen sind komisch, mit den Gedanken woanders, diskutieren und argumentieren – und Sophie wird nervös. Sie lässt uns kaum mehr aus den Augen, und sie braucht Streicheleinheiten. Viele Streicheleinheiten. Sehr viele Streicheleinheiten ... Egal, ob sich Superhero-Herrchen gerade verzweifelt durch die Tücken des Homeoffice kämpft oder Helikopter-Frauchen eine Deadline nach der anderen crasht.

 

Und sie hält es genau wie Frauchen mit der aktuellen Mondphase: wir nehmen zu. Alle beide. Und zwar richtig. Abends landet plötzlich die Frust-Schokolade auf dem Couchtisch, und Sophie erbettelt sich ein Leckerli nach dem anderen – wenn nicht von uns, dann eben von ihren Fans auf der Straße, die ‚wenigstens dem Hund eine kleine Freude‘ machen wollen. Wir stehen vorschriftsmäßig mehrere Meter daneben und sind inkonsequent. Warum sich immer alles verkneifen, wenn man gar nicht weiß, ob man nicht doch demnächst ...

 

Und schon verschieben wir den Termin ‚Heute mit Diät anfangen‘ genau wie alle anderen Termine. So geht’s nicht weiter, klar. Aber selbst die früher so entspannten Gassigänge durchs Naturschutzgebiet sind inzwischen zum Spießrutenlauf mutiert: immer schön Abstand halten … Was spätestens am Nachmittag eine echte Herausforderung ist, weil mangels Freizeitalternativen viele Leute ihre Liebe zum Spazierengehen, Joggen und Radfahren entdeckt haben. Bei uns geht’s gerade jetzt bei dem tollen Wetter zu wie auf dem berühmten Stachus. Der momentan wahrscheinlich menschenleer ist ...

 

Sophie weiß auch nicht so recht, was sie von dem ganzen Trubel halten soll. Viele fremde Hunde auf ‚ihrer‘ Strecke – und alle markieren, was das Zeug hält. Madame markiert natürlich eifrig dagegen, aber irgendwann hilft alles Quetschen nix ...  Mit zusammengebissenen Zähnchen trottet sie mit uns nach Hause, wo sie erst mal ihren Wassernapf leerschlubbert.

 

Und danach wandert sie wieder von einem ‚Reserviert für Sophie‘-Kissen zum nächsten, um Superhero-Herrchen und Helikopter-Frauchen möglichst gleichzeitig im Blick zu behalten, obwohl ihr ständig die Augen zufallen.

 

 

'Eigentlich bin ich totaaaaaal müde ...'

Pyjama-Party und schlaflose Nächte

Sophie ist momentan nicht nur tagsüber ein ‚unruhiger Geist‘, sondern auch nachts. Über das Thema ‚Darf der Hund ins Bett?‘ wollte ich doch auch schon immer mal einen Beitrag schreiben – Notiz an mich ...

 

Ich spoilere gleich ein bisschen: Ja, Sophie darf mit ins Bett. Wie alle ihrer etwas fragwürdigen Angewohnheiten ist auch das eine, die wir ihr quasi ‚antrainiert‘ haben. Deswegen beschweren wir uns auch nur ganz leise, wenn Sophie Nacht für Nacht aus ihren Träumen hochschreckt und sofort Körperkontakt zum Rest des Rudels braucht. Vorher muss Helikopter-Frauchen aber noch mindestens fünf Minuten den kompletten Hund durchkraulen, bevor Madame endlich wieder die Augen zufallen und die wilde Träumerei weitergeht – diesmal irgendwo direkt an unserem Rücken oder den Füßen.

 

Das Mäuschen hat nämlich in letzter Zeit besonders viele Albträume, scheint es. Sie verarbeitet nachts, was ihr tagsüber alles Sorgen macht, und ist morgens im Normalfall wieder fit und munter. Ganz im Gegensatz zu Superhero-Herrchen und Helikopter-Frauchen, die erstmal ihre verkrampften Muskeln und verbogenen Knochen sortieren müssen.

 

'Also, ICH kann auch im rechten Winkel schlafen. Alles eine Frage des guten Willens.'

Hat mein Hund Mitleid mit mir?

Hat Sophie Mitleid mit uns? Zum Beispiel morgens, wenn wir mit verquollenen Augen und Wadenkrämpfen aus dem Bett taumeln, während sie dank ausgiebiger Sozialhygiene wenigstens den zweiten Teil der Nacht offensichtlich ganz hervorragend schlafen konnte?

 

Nö. Von Mitleid keine Spur.

 

Wenigstens nicht in dieser Situation.

 

Sie zeigt ihr Mitgefühl anders. Bei Besuch achtet sie peinlich genau darauf, dass alle Vier- und Zweibeiner perfekt versorgt sind – vor allem, wenn der entsprechende Vier- oder Zweibeiner sich irgendwie nicht so gut fühlt. Leute, die Sophie nicht so gut kennen, wundern sich, dass sie plötzlich ein Leckerli vor den Füßen haben. Hundekumpel dürfen sich über einen frisch abgelutschten Knochen freuen, und wenn sie den vor lauter Aufregung nicht mögen, bekommen sie Sophies Lieblingsspielzeug gebracht. Am liebsten den total abgeliebten Häkelball, der schon nicht mehr als solches zu erkennen ist.

 

Wenn das Stimmungsbarometer auf ‚Entspannung‘ zeigt, entspannt sich endlich auch Sophie (und sammelt ihre Geschenke wieder ein) :-). Aber es ist ihr ein offensichtliches Anliegen, dass sich alle wohlfühlen. Sie spendet regelrecht Trost – auch uns. Und den haben wir alle gerade ziemlich nötig, wie gesagt.

 

Letzte Woche hat sich Sophie übrigens wieder mal selbst übertroffen. Als ich nach einer schlaflosen Nacht endlich ein bisschen einduseln konnte, riss mich plötzlich etwas Spitzes, Scharfkantiges, Klebrig-Feuchtes am Arm aus der ersehnten Ruhe. Halb im Schlaf ertastete ich – ein getrocknetes Schweinohr. Sorgfältig vorgekaut und dick eingespeichelt. Und Sophie stand neben dem Bett und lächelte mir aus ihrem wild verstrubbeltem Hundegesichtchen strahlend entgegen.

 

Nein, natürlich hab ich das Ohr nicht gefressen, sondern ihr mit einem dicken Kuss auf den kleinen Dickschädel zurückgeschenkt. Es ist schließlich die Geste, die zählt ...

 

 

Danke, Schatz. Wird alles wieder gut ...

So, das war’s auch schon für heute, diesen so denkwürdig andersartigen Ostersonntag im Jahr 2020. Höchste Zeit für einen gemeinsamen Kuschelabend auf dem Sofa. Wenn Corona & Co. gerade überall Angst und Sorgen verbreitet, ist es umso wichtiger, sich auf die wesentlichen Dinge im Leben zu besinnen – und die haben momentan sehr viel mit Gefühlen zu tun, findest du nicht auch?

 

Ich wünsche Dir und Deiner Fellnase, dass Ihr gut und vor allem gesund durch diese besondere Zeit kommt. Es werden auch wieder andere, schönere Zeiten kommen, ganz bestimmt! In diesem Sinne, pass auf Euch auf – und achte auf Dich UND die anderen ...

 

Wie immer freuen sich Sophie und ich über Deinen Kommentar – gleich hier unten oder per Mail an kontakt@der-kleine-Hundeblog.de.

 

Und im Moment ganz besonders!

 

Herzliche Grüße, bleib gesund, bis bald sagen

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Tina & Timba (Mittwoch, 15 April 2020 11:55)

    Hallo Claudia & Sophie!
    Vielen lieben Dank an Euch, das ist uns förmlich aus der Seele geschrieben. Meine kleine junge Kleinpudeldame Timba (gerade 19 1/2 Wochen alt) spürt ebenfalls unsere gemischten Gefühle und Ängste (gesundheitlich wie auch existenziell) wegen dem (oder das?) Corona-Virus. Unsere Fortschritte beim Üben "Timba ein kleines bisschen Alleinebleiben" sind dahin. Wir gehen aufgrund ihrer starken momentanen Anhänglichkeit gerade wieder Rückwärtsschritte. Sie braucht auch noch mehr Streicheleinheiten wie sonst. Und sie ist zum falschen Zeitpunkt zur Welt gekommen, wie es scheint. Kaum war sie bei uns angekommen (für mich auch mein erstes vierbeiniges Kind) und wir hatten alle Pläne gemeinsam mit Pudel für das Jahr durchgeplant (im Sommer Camping mit Wohnmobil - das mag sie, weil die Wohnung auf Rädern ja viel, viel kleiner und kuscheliger ist; bisher konnten wir ihr es jedoch nur zeigen, aber ja nicht Probewohnen; von der Anmeldung in der Welpen-/Junghundeschule ganz zu Schweigen (uns bleibt nur der Trainer auf YouTube), Spaziergänge mit Hunde-Sozial-Kontakten...und und und), kam das, was niemand brauchte: Corona mit Lockdown.
    Alle Reise- und Hundeschulen-Pläne auf einen Schlag vernichtet. Abstand halten überall, auch beim Gassi-Gehen; kein Hundekontakt für Timba. Die Menschen weichen vor einem zurück, als wenn man die Pest hätte und sind teilweise aggressiver geworden. Überall Latex-Handschuhe, Gesichtsmasken (kein Lächeln mehr zu erkennen) und Plexiglaswände. Wo nur wo ist unser geliebtes bisheriges Leben geblieben. Das war auch nicht immer rosig und es lagen auch viele Steine auf dem Weg, aber das Corona sprengt alles bisher erlebte. Wir wollen unser altes Leben zurück! - Aber das wird wohl für immer Vergangenheit bleiben. Es wird nie wieder so werden wie es einmal war. Wir können uns nur die schönen Erinnerungen daran im Herzen behalten.
    Bei Ihren Gedanken und geschriebenen Zeilen hatte ich Tränen in den Augen; teils weil ich gerade in dieser Zeit sehr nah am Wasser gebaut bin und ich merke, wie auch meine Psyche unter dem Corona-Zustand immer mehr leidet und mein Mann selbst auch und mit mir; teils weil es so humorvoll geschrieben ist - wie z.B. ein völlig verspeicheltes und vorgekautes Schweineohr als liebes Geschenk für Mutti :-)) -.
    Ich wünsche mir für uns alle, egal ob Zwei- oder Vierbeiner, wieder ein schöneres freieres Leben und ein wieder kontaktfreudiges Miteinander, Umarmungen die sonst selbstverständlich waren, sollen wieder normal sein.
    Ich hoffe, dieser schöne Hundeblog für unsere kleinen Vierbeiner und deren Fraulis und Herrlis bleibt noch lange bestehen.
    Vielen Dank, schreiben Sie weiter so toll und bleibt's gesund und bis zum nächsten Mal hier bei Euch.
    Timba grüßt Sophie ganz lieb und würde sie bestimmt gerne Kennenlernen und mit ihr einen Knochen teilen. Liebe Grüße aus dem Allgäu

  • #2

    Claudia & Sophie (Mittwoch, 15 April 2020 16:52)

    @Tina & Timba: Erstmal einen dicken (leider nur virtuellen) Knuddler für Euch beide! Wie schade, dass wir gerade diese Zeiten erleben müssen - früher sind wir noch ohne Fellnase nämlich so gerne ins Allgäu (genauer gesagt nach Bad Faulenbach bei Füssen :-) ) gefahren und wollten mit Sophie unbedingt bald mal wieder hin ... :-( Es tut mir auch wirklich leid, wie viele Schwierigkeiten plötzlich im Alltagsleben auf einen lauern - besonders wenn man einen kleinen Welpen aufgenommen hat und eigentlich die tolle Zeit sinnvoll mit viel (schonendem) Training, Welpen-Spielgruppe, Sozialkontakte etc. nützen sollte und wollte. Aber ich bin mir sicher, Ihr findet einen Weg, der kleinen Timba einen guten Start ins 'Erwachsenenleben' zu ermöglichen, und irgendwann ist der Spuk auch wieder vorbei. Sicher wird es noch einige Zeit dauern, und Geduld war auch noch nie meine persönliche Stärke :-(, aber wir schaffen das ganz bestimmt! Und solange Timba weiß, dass Herrchen und Frauchen immer für sie da sind, fühlt sie sich sicher und geborgen. Das ist doch auch schon viel wert für die Hunde-Mensch-Beziehung ,,,
    Bleibt auf alle Fälle gesund, das ist das Wichtigste im Moment! Wir alle hätten 'Corona' nicht gebraucht :-(, aber wenn das Zeugs endlich mal in den Griff zu bekommen ist, dann werden wir die Lebenszeit doppelt genießen. Und dann geht's mit Timba auch endlich auf große Fahrt ... :-)
    Macht's gut, einen extra Knuddler an die kleine Fellnase, und bis hoffentlich bald!

    Deine
    Claudia & Sophie

  • #3

    Christoph (Mittwoch, 15 April 2020 21:43)

    Hallo Claudia,
    wirklich kein Mensch braucht Corona. Wir kommen eigentlich ganz gut mit der momentanen Situation klar. Was mich jedoch wundert, auf unseren Gassitouren begegnen wir oft weniger Menschen als vor Corona. Bei Telmo jedenfalls haben wir keine Veränderung festgestellt, Streicheleinheiten sind ihm sowieso immer willkommen und Schweineohren hat er uns (zum Glück) noch nie ins Bett gebracht, weder neuwertig noch gut vorgekaut. Ok., das mit der Gewichtszunahme kenne ich von mir selbst, hängt aber nicht mit Corona sondern damit zusammen, dass ich mit dem Rauchen aufgehört habe und leichte Panik-Attacken bekomme wenn der Füllstand des Kühlschranks zu sehr sinkt.
    Das größte Problem mit der derzeitigen Situation haben wir Menschen und da kein Lebewesen uns besser beobachten kann als unsere Hunde, reagieren sie entsprechend.
    Viele stöhnen und jammern weil sie vielleicht nicht zum gewohnten Fußballspiel ins Stadion können oder der Einkaufsbummel durch die Stadt ausfällt. Für mich sind das eher Kleinigkeiten, mir tun die Menschen leid, die durch Corona eine berechtigte Angst um ihre Existenz haben müssen.
    Bleibt gesund, liebe Grüße und einen Knuddler für Sophie, Christoph

  • #4

    Claudia & Sophie (Freitag, 17 April 2020 14:48)

    @Christoph & Telmo: herzlichen Dank für Eure Nachricht - wie schön, dass es Euch trotz Corona (soweit möglich) gut geht! Ich glaube auch, dass Hunde uns ganz genau beobachten - vielleicht sogar mehr als uns manchmal lieb ist :-) Bei uns persönlich hat sich ja nach außen hin nicht wirklich viel geändert, außer dass Herrchen jetzt Homeoffice macht und es kein Training im Hundeverein oder gemeinsame Gassirunden und anschließende Grillparties mit Freunden mehr gibt. Daher fehlen uns nicht so sehr die 'großen' Ereignisse wie Shoppingtouren, Kino o.ä. (was wir seit Sophie ja eh nicht mehr machen ;-) ), sondern eher das Zwischenmenschliche ... :-( Und die Unsicherheit, wie es beruflich und damit finanziell weitergeht, ist natürlich auch ein Riesenthema. Aber noch geht es uns vergleichsweise gut, und vor allem - wir sind gesund. Das ist momentan ja schließlich auch das Wichtigste!
    In diesem Sinne alles Gute für Euch, bleibt gesund und munter und einen dicken Schmatz für Telmo natürlich!
    Liebe Grüße aus dem Süden,

    Claudia & Sophie