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Produkttest: Barfen mit FRESCO


Barfen für Anfänger - mit FRESCO wird der Einstieg leicht(er)

Werbung (wie immer unbezahlt und unbestochen)

Wir stürzen uns ins Barf-Abenteuer!

Wenn Du unserem kleinen Hunde-Blog (hoffentlich :-) ) schon länger folgst, kennst Du ja eines meiner Lieblingsthemen: Die perfekte Ernährung der geliebten Fellnase.

Ob nass, trocken, halbfeucht oder frisch geräuchert – wir haben praktisch alles durch. Mit einer Ausnahme.

 

Wir haben noch nie gebarft.

 

So, jetzt ist es raus.

 

Noch. Nie. Gebarft.

 

Und das, wo Barfen eigentlich zum kleinen 1 x 1 des Hundehaltens im 21. Jahrhundert gehört. Wer noch nie gebarft hat, darf eigentlich gar nicht erst mit auf die Hundespielwiese.

 

Wo das Problem mit Barfen liegt? Am Helikopter-Frauchen. Das hat nämlich gefühlt dreihundert Gründe parat, warum aus Sophie kein Barf-Hund wird.

 

 

 

'Barfen? Was ist DAS denn?'

Hier kommen mal die 'Best of' meiner Bedenken:

  • Barfen ist eine Wissenschaft für sich. Die Auswahl an Futtermöglichkeiten und vor allem den notwendigen Zusatzstoffen wie Kräuter, Öle etc. etc. bewegt sich gefühlt im achtstelligen Bereich

  •  Man kann eine Menge falsch machen (= füttern) 

  • Barfen kostet Zeit – und die hat Helikopter-Frauchen ja schon kaum für das Abendessen von Superhero-Herrchen

  • Der Einkauf wird kompliziert (siehe oben) – zumindest deutlich komplizierter als das Bestellen von ein paar Nassfutter-Dosen

  • Rohes Fleisch kann schnell gammelig werden – und in unsere Küche passt leider kein zweiter Tiefkühlschrank ...

  • Immer nur feuchtes Futter? Ist das überhaupt gut für die Zähnchen?

  • Was machen wir, wenn wir mit Sophie auf Reisen sind? Einen Anhänger ausleihen und dem nächstbesten Bauern eine Kuh abschwatzen?

  • Last but not least: wenn es schon ‚to barf‘ heißt ...
    (Für Nicht-Engländer: die deutsche Übersetzung beschreibt den Vorgang, wenn Du fünf fettige Curry-Würste mit kalten Pommes und abgelaufener Mayo samt zu viel Alkohol zu Dir nimmst – also das, was Du anschließend (hoffentlich) über der WC-Schüssel tust. Mehr ins Detail gehe ich nicht.)

     

Langer Rede, kurzer Sinn: Helikopter-Frauchen ist ein alter Schisshase, und außerdem chronisch unter Zeitdruck. Auf der anderen Seite ...

Barfen ist gesund!

Auf der anderen Seite leuchtet es ein, dass gute Ernährung für Zwei- und Vierbeiner möglichst frische, natürliche, abwechslungsreiche Zutaten ohne viele Zusatzstoffe, künstliche Geschmacksverstärker und billige ‚Füllstoffe‘ aufweist.

 

Natürlich achten wir darauf, dass in Sophies Futternapf möglichst nur tolle Sachen landen – aber wenn Barfen quasi der Olymp der perfekten Hundernährung ist, dann hocken wir immer noch an der Bergstation fest. Der Weg zum Gipfelkreuz führt nur über den (steinigen) Pfad des Selbstversuchs.

 

Gut, dass ich bei meiner Suche nach Unterstützung auf diesem Weg im Internet auf eine tolle Idee gestoßen bin, die es Barf-Anfängern wie uns leicht macht!

 

 

 

'Na, da bin ich aber mal gespannt, Frauchen ...'

Barfen 'light'

Das Zauberwort heißt Fertigbarf. Man hätte diese Produkte natürlich auch ‚Barfen für Schisshasen‘ nennen können oder ‚Für alle, die zu faul sind, eine blutige Schweinehälfte in der Küche zu zerlegen‘. Fertigbarf klingt da natürlich sehr viel vornehmer – und hat mir die Scheu genommen, es auch mal mit Barfen zu versuchen. Praktisch immer schön an der Hand des Bergführers hoch zum Gipfelkreuz.

 

Positiv aufgefallen ist mir der Bergführer namens FRESCO aus dem norddeutschen Lünen.

 

Warum?

 

Die Firma bietet eine riesige Palette an den verschiedensten Barf-Stufen – vom blutigen Anfänger wie uns bis hin zum Barf-Profi, der sich dort praktisch sein halbes Rind gut durchgefrostet bestellen kann. Dazu neben gesunden Leckerli, Kräuter und Öle auch viele Infos und Videos, in denen alle Fragen beantwortet werden. Genau das Richtige für Helikopter-Frauchen.

 

Außerdem sind die Produkte in Deutschland hergestellt, und auch das verwendete Fleisch wird zu großen Teilen direkt aus dem Land bezogen – dafür ein dickes Like. Die Auswahl an Fleisch-, Fisch- und Geflügelsorten ist wirklich überraschend groß. Hier findet auch die verwöhnteste Hundeschnauze bestimmt was Gutes! Sophie ist ja bekennender Allesfresser – das Fleisch, das sie nicht mag, muss erst noch erfunden werden. Trotzdem soll sie ja auch mal ein bisschen Abwechslung im Napf haben. Und die Sachen sehen auf der Homepage wirklich alle total lecker aus ...

 

 

 

'Und in echt erst ... Können wir jetzt endlich mal loslegen mit diesem Barf-Zeugs, Frauchen? Ich hab Kohldampf.'

Nass oder trocken?

Was mich am Angebot von FRESCO so fasziniert, ist die Möglichkeit, Nass- und Trockenfutter als Fertigmenüs in Form von Dosenbarf und getrockneten Barf-Stückchen zu bekommen. Wir wechseln nämlich tagsüber ab: morgens und mittags bekommt das Mäuschen Nass-, abends Trockenfutter.

 

Also, was nehmen wir denn Gutes …

 

 

 

'Also, ich nehm das. Und das. Und das auch.'

Das Nassbarffutter (was für ein Wort ... ;-) )

 

 

 

Nassbarfen für Anfänger

Dann starten wir mal in unser Barf-Abenteuer, und zwar mit dem

 

Complete Menü ‚Kalb mit Petersilienwurzel, Mango und Johannisbeere‘

 

Interessante Kombi, was? :-) Könnte direkt auf der Speisekarte eines Sterne-Restaurants stehen …

 

Und in der Dose befindet sich:

87% Kalbfleisch und Innereien

9% Gemüse und Obst

4% übrige Rohstoffe

ohne Getreide, Reis, Kartoffeln

 

Und alles laut Hersteller schonend dampfgegart, frei von Geschmacksverstärkern, Farb- und Konservierungsstoffen – und in der Dose monatelang haltbar. Also, kein Urlaub mit lebendem Futter im Anhänger notwendig. Prima!

Auf Rückseite der Dose sind die einzelnen Bestandteile übrigens noch ganz detailliert aufgelistet – und wofür sie gut sind. Da dies unsere erste Barf-Erfahrung ist, habe ich mich mal etwas genauer mit den Zutaten beschäftigt.

 

Ich lasse einfach mal FRESCO selber zu Wort kommen:

Kalbsfleisch (30%): Für den Aufbau und Erhalt von Organen, Muskeln und die Funktionstüchtigkeit von Enzymen benötigt der Hund Proteine. Fleisch ist ein guter Proteinlieferant, denn es enthält alle essenziellen Aminosäuren im richtigen Verhältnis zueinander und verfügt somit über eine hohe biologische Wertigkeit. Im Weiteren enthält Fleisch Eisen, Zink, Selen und B-Vitamine.

Petersilienwurzel (15%): Das kalorienarme Petersilienwurzelgemüse enthält viele Ballaststoffe und hat eine harntreibende und blutreinigende Wirkung. Vor allem bei Harnwegs- oder Verdauungsstörungen können die im Gemüse enthaltenen Öle und Spurenelemente Linderung verschaffen.

Kalbsherz (10%): Kalbsherzen bestehen hauptsächlich aus Muskeln, also Fleisch. Sie sind sehr proteinreich und enthalten dabei kaum Fett. Sie liefern hochwertiges Biotin und Kalium.

 

Kalbsniere (10%): Kalbsniere ist sehr proteinreich, enthält aber wenig Fett. Sie enthält außerdem viel Natrium, Vitamin B12 und Biotin.

 

Kürbis (10%): Kürbis ist durch seinen Nährstoff- und Ballaststoffreichtum ein wahres Superfood. Neben den wichtigen Ballaststoffen enthält Kürbis erhöhte Mengen an Vitamin A, C, E, Magnesium, Panthothensäure, Kalium und Zink. Auch ist er ein hochwertiger Lieferant von pflanzlichen Proteinen.

 

Kalbslunge (7%): Mit einem Fettgehalt von lediglich 2% zählt die Lunge vom Rind zu den wohl magersten Innereien. Sie enthält viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine.

 

Kalbsleber (5%): Kalbsleber ist besonders wertvoll, da sie viel Eisen und viele Vitamine (A, B 2, B 12, Biotin etc.) enthält. Durch die schonende Trocknung bleiben hitzeempfindliche Vitamine besser erhalten.

 

Pastinaken (4,4%): Pastinaken sind wahre Nährstoffpakete. Sie enthalten viel Vitamin E, Niacin, Pantothensäure, Folsäure, Kalzium und Zink.

 

Mango (3,5%): Mango enthält verstärkt das Provitamin A sowie die Vitamine C und E. Die Inhaltsstoffe der säurearmen, gut verdaulichen Frucht können zur Beruhigung des Darms beitragen.

 

Leinöl (2%): Wichtiger Lieferant von Vitamin E, Linol- und Alpha- Linolsäure sowie essentiellen Fettsäuren.

 

Johannisbeere (0,7%): Johannisbeeren strotzen nur so vor Vitaminen, besonders B-Vitamine und Vitamin sind in hohem Maß enthalten. Außerdem liefern sie Phosphor und Kalzium.

 

Kokosmehl (0,7%): Kokosmehl ist reich an pflanzlichem Protein und verfügt über eine viele gesunde Fettsäuren. Es hat zudem einen positiven Effekt auf Verdauung und Darmflora.

 

Eierschalen (0,4%): Eierschalenmehl enthält naturbelassene Mineralstoffe und Spurenelemente und hat eine besonders hohe Bioverfügbarkeit, es kann also sehr gut vom Organismus resorbiert werden. Die im Eierschalenmehl enthaltenen Nährstoffe unterstützen den Skelettaufbau und ein kräftiges Gebiss - vor allem im Wachstum.

 

Kürbiskerne (0,4%): Sie liefern zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Eisen, Zink, Mangan und Kupfer. Zudem versorgen sie Deinen Hund mit den Vitaminen A, B, C und E.

 

Bierhefe (0,4%): Bierhefe versorgt Deinen Hund mit B-Vitaminen, wertvollen Aminosäuren und Spurenelementen, wie z.B. Biotin, Folsäure, Eisen und Zink. Die Inhaltsstoffe haben eine gute Bioverfügbarkeit und können daher ideal aufgenommen und verwertet werden. Die Bierhefe fördert die Regeneration von Zellen.

 

Seealge (0,3%): Wichtige Lieferanten von Mineralstoffen (Magnesium, Kalzium, Phosphor und Jod).

 

Salbei (0,2%): Salbei hat eine beruhigende Wirkung auf Hunde wirkt darüber hinaus antibakteriell. Außerdem hilft es bei Problemen mit Magen und Darm.

Das sind eine ganze Menge guter Sachen, was? :-)

 

Für alle, die wie wir auch ein bisschen den Proteingehalt im Auge behalten müssen:

Rohprotein 8,7%, Rohfett 6,2%, Feuchtigkeit 81,1%, Rohasche 1,5%, Rohfaser 1,1%

Wir sollten die 10% beim Nassfutter nicht zu oft überschreiten, meint die Tierärztin – passt also bestens.

 

Jetzt aber genug mit den Prozenten, wie hat’s denn geschmeckt?

 

Bevor Sophie zum Geschmackstest antreten darf, nimmt Frauchen den Doseninhalt genauer unter die Lupe – natürlich nur mit den Augen und der Nase. Ich esse doch unserem Hund nichts weg ...

 

 

 

Mjamm, mjamm ...

Das Complete Menü ‚Kalb mit Petersilienwurzel, Mango und Johannisbeere‘ riecht überraschend zurückhaltend und unterscheidet sich erstmal von der Optik kaum vom handelsüblichen ‚Nicht-Barf‘-Nassfutter. Es sind größere Stückchen erkennbar, was für mich auch immer ein Qualitätsmerkmal ist. Je homogener der Brei, desto mehr Möglichkeiten, minderwertigere Futterbestandteile zu verstecken ...

 

Hier kann ich aber einzelne Bestandteile gut erkennen – nur die entdeckte Karotte entpuppt sich im Nachhinein als Mango :-). Ansonsten wie gesagt erstaunlich wenig ‚Frischfleisch‘-Geruch, wie ich vorher befürchtet hatte. Ein guter Einstieg ins Barf-Abenteuer, finde ich.

 

Sophie ist das Thema ‚Barfen oder nicht‘ eh (Kalbs)Wurst: Sie stürzt sich auf den Futternapf und lässt außer einem zarten Bäuerchen nichts übrig.

 

Ob’s geschmeckt hat? Was für eine Frage ...

 

Ach, noch ein wichtiges Wort zur Futtermenge: Wer wir wie eine Fellnase zu Hause hat, die sich selbst zum Platzen bringen könnte, wenn sie sich das Leckerschmecker selber zuteilen dürfte, hantiert ständig mit der Waage und dem Taschenrechner. Bei den meisten Futterherstellern ist die Tagesportionsangabe (wenn überhaupt vorhanden) für uns einfach deutlich zu hoch. Als Bewegungsmuffel mit Vorliebe für vieeeele Leckerlis (unser Hund ‚arbeitet‘ nur gegen Entgelt :-)) bekommt Sophie meistens nur die Hälfte der angegebenen Futtermenge.

 

FRESCO ist hier gut für eine Überraschung: Sie empfehlen nämlich als Tagesbedarf bei kleinen Hunden ‚nur‘ 2% des Körpergewichts – damit liegen sogar wir mit unserer halbierten Portion noch etwas drüber! Ob das an den hochwertigen Inhaltsstoffen liegt, die schneller auf die Rippen gehen? Oder rechnet FRESCO einfach nur ‚fair‘? Da Sophie demnächst wieder ordentlich zum Wandern kommt, sind wir großzügig und belassen es bei der bisherigen Menge.

 

 

'Also, ich könnte immer das Doppelte fressen. Mindestens.'

Welche Geschmacksrichtung testen wir als nächstes?

 

Pferdeliebhaber, jetzt müsst Ihr tapfer sein – das Complete Menü ‚Pferd mit Steckrübe, Quinoa und Cranberries‘ ist dran.

 

Eigentlich nur mal als Test, ob Sophie wirklich alle Fleischsorten mag, denn für Helikopter-Frauchen ist der Gedanke an das verarbeitete Tier wirklich ein bisschen too much. Kommt gleich nach ‚Meerschweinchen‘, ‚Wellensittich‘ oder ‚Perserkatze‘ ... 

 

Aber das ist wirklich eine reine Kopfsache – Sophie hat auch dieses Complete Menü von FRESCO zum Fressen gern. Wahrscheinlich, weil sie im Gegensatz zu Helikopter-Frauchen nie Urlaub auf dem Pferdehof gemacht hat ...

 

Was ist drin?

 

Dampfgegartes und getreidefreies 83% Frischfleisch und Innereien (proteinreiches Herz und magere Lunge sowie Leber), 16% frisches Obst und Gemüse (darunter Karotten, Rote Beete, Äpfel, Birnen und Heidelbeeren), 1% übrige Rohstoffe.

 

Der Proteingehalt liegt mit 11,5% minimal über unserem Richtwert, das Rohfett mit 5,5% knapp darunter.

 

Geschmeckt hat es Sophie auf alle Fälle – und wie!

 

 

 

Nicht darüber nachdenken ... ;-)

FRESCO hat nicht nur 'Complete Menüs' anzubieten, sondern auch 'Complete Plus'.

 

Da musste ich erstmal nachfragen, worin der Unterschied liegt, denn beide Dosenfutterarten gibt es in den verschiedenen Fleischsorten.

 

Die Antwort von FRESCO: Das Complete Menü sollte jeweils nur ca. drei Wochen am Stück verfüttert werden. Wegen der ‚spezialisierten‘ Nährstoffversorgung wird dann ein anderes Complete Menü (oder Complete Plus) empfohlen.

 

Das Complete Plus dagegen hat eine ‚breite‘ Nährstoffversorgung und kann daher auch längere Zeit als Alleinfutter gegeben werden.

 

Da wir beim Nassfutter sowieso die Geschmacksrichtungen ständig wechseln, ist das für uns kein Problem – auch wenn die Unterscheidung für einen Barf-Laien erstmal etwas ungewöhnlich klingt.

 

Wie gesagt, Barfen ist nichts für Feiglinge! :-)

 

 

 

'Ich bin nicht feige. Nur vorsichtig.'

 

 

 

Also, dann mal ran an das Complete-Plus, und zwar an

 

Complete Plus ‚Ziege‘

 

Besteht zu 80% aus Frischfleisch und Innereien und zu 20% aus frischem Obst und Gemüse (Karotte, Rote Beete, Apfel, Birne, Seealge, Heidelbeeren etc.), dazu noch verschiedene Öle (wie Lebertran, Lachs-, Sonnenblumen-, Weizenkeimöl).

 

Der Proteingehalt liegt knapp über 10%, der Rohfettanteil bei 6,7%. Alles im grünen Bereich also.

 

Hier rieche ich zum ersten Mal einen leichten Eigengeruch nach Ziege, wenn ich mich konzentriere, und nach Karotte, die man auch sehen kann.

 

 

Sophie schaufelt sich das Futter übrigens in Rekordzeit rein. Gegen Ziege hat sie also auch nichts einzuwenden.

 

 

 

Über Ziege wird nicht gemeckert ... ;-)

Das gleiche Bild auch bei dem

 

Complete Plus ‚Kaninchen und Rind‘

 

mit ähnlichen Nebenzutaten wie bei ‚Ziege‘.

 

Meine Nase ist auch hier überfordert (was aber möglicherweise an meinem Schnupfen liegt :-) ). Der Geruch ist wirklich sehr dezent – Sophie kann es trotzdem kaum erwarten, bis sie endlich auch mal ran darf.

 

 

 

Bitteschön. Der Osterhase ... ;-)

Okay, das Nassfutter haben wir jetzt mal stichprobenartig durchgetestet – kommen wir zum Abendessen, dem

Trockenbarf

Wie gesagt, ich wusste gar nicht, dass man auch in der Trockenfutter-Version barfen kann – für uns ideal!

 

Also, her mit dem

 

Complete Plus ‚Lachs und Rind‘

 

 

Vorsicht, Spoiler! Das Trockenbarf von FRESCO wird uns überraschen ...

 

 

 

Trockenes Barf im praktischen, wiederverschließbaren Beutel - so macht Barfen Spaß!

Es fängt schon mit der Optik an. Im Gegensatz zu dem Nassbarf in der Dose, das sich nicht wirklich vom ‚normalen‘ Nassfutter unterscheidet, haben die etwa 2  x 2 cm großen, dunklen Kroketten eine ganz andere Konsistenz als das handelsübliche Trockenfutter.  Sie erinnern mit ihrem ‚Grillmuster‘ an der Unterseite eher an getrocknete Fleischstücke, wie zum Beispiel das südafrikanische Biltong.

 

Auch der Geruch ähnelt eher einer Delikatesse für Zweibeiner, und der Fisch lässt sich nicht heraus’riechen‘.

 

 

 

 

Sieht doch lecker aus, oder?

Laut FRESCO wurden die kleinen Brocken ohne Konservierungsstoffe luft- und gefriergetrocknet.

 

Aber keine Sorge: auf unserem Beutel ist das Mindesthaltbarkeitsdatum mit 11.11.2021 angegeben, also geschätzt runde zwei Jahre nach Herstellung. Da es die Beutel auch in kleinen Größen ab 1kg zu kaufen gibt und sie außerdem über den von mir über alles geliebten Reißverschluss verfügen, ist die Haltbarkeit kein Problem – auch das wieder ein Vorteil für mich gegenüber rohen Fleischstücken.

 

Die nächste Überraschung: Die Stückchen bestehen praktisch aus dem gleichen ‚Material‘  wie das Nassfutter: 25% Lachs, 25% Rindfleisch, 15% Rinderherz, 15% Rinderleber, 8% Karotten, 4% Rote Beete, 2% Apfel, 2% Birne, 1% Sonnenblumenöl, 0,8% Lebertran, 0,5% Weizenkeimöl, 0,4% Lachsöl, 0,4% Algenkalk, 0,4% Heidelbeeren, 0,4% Hagebutten, 0,1% Seealge.

 

Kein Wunder, dass Sophie genauso scharf auf die kleinen Dinger ist wie auf den Dosenmampf! :-)

Die Futterempfehlung ist auch hier überraschend zurückhaltend. Bei kleinen Hunden wird 1 % des Körpergewichts empfohlen, wodurch unsere Dosis um ein knappes Gramm ‚über‘ der Empfehlung liegen. Sophie ist so nett, sich darüber nicht zu beschweren ... :-)

 

Doch jetzt zu der größten Überraschung: Zum ersten Mal reagiert Sophies Verdauung auf ein neues Futter.

 

Während es bis jetzt höchstens ein paar Schwankungen in der Menge des Outputs gab, wurden wir speziell in den ersten drei Tagen nach Futterumstellung von einem etwas flüssigeren Output überrascht. Dies ist aber laut der netten Dame von FRESCO ganz normal bei Barf und spielt sich in kurzer Zeit ein.

 

Wir halten also durch, und tatsächlich findet Sophies großes Geschäft (fast) wieder zurück in seine alte Form. Trotzdem ist es weicher als mit dem ‚normalen‘ Nass- und Trockenfutter – ob es daran liegt, dass wir die Stückchen zusätzlich ein bisschen mit Wasser anfeuchten? Laut FRESCO braucht das Trockenfutter nicht eingeweicht zu werden, aber da Sophie nicht gerade viel trinkt, wässern wir immer nach. Es muss tatsächlich am Trockenbarf liegen, denn bei unserem schrittweisen Umstieg auf Nassbarf war noch alles wie gewohnt – wenig und richtig fest.

 

Oder liegt es am Proteingehalt, der mit 44% rund doppelt so hoch ist als bei unseren bisherigen Trockenfutter-Sorten? Laut Tierärzte sollten wir auf diesen Anteil ja besonders achten ...

 

Während also das Fazit beim Nassfutter zu 100% positiv ausfällt, bleibt beim Trockenbarf für uns persönlich ein kleines Fragezeichen. Nicht vom Geschmack her – Sophie hat die Stückchen zum Fressen gern. Aber offensichtlich ist beim Trockenbarf etwas anders als beim Barf-Dosenfutter, was Sophies Bäuchlein aus der Spur bringt.

 

 

 

'Das ist mir ja fast peinlich ...'


Kleiner Nachtrag:

FRESCO hat sich bei mir gemeldet und war so lieb, mir die Info zu schicken, dass das sehr weiche Poo an Calciummangel liegen könnte und ich mit Hühnerhälsen, Magerquark oder Eierschalenpulver Abhilfe schaffen kann.

Das nenn' ich doch mal Service!

 

Also, falls es auch bei Deiner Fellnase mal etwas arg 'flutscht' beim Barfen: Probier's mal mit Magerquark und Co.!


 Nicht aus der Spur bringen Sophie natürlich die  

Leckerlis von FRESCO und dem Hundeprofi himself

Die gehören ja zu jedem Futtertest dazu ... :-)

 

Was hat sich Sophie denn Feines ausgesucht?

Die Geflügelhappen und die Trainingsknöchelchen ‚Echt-Fleisch‘ Huhn (gibt es auch Falsch-Fleisch? :-)), die in Zusammenarbeit mit dem Hundeprofi Martin Rütter entwickelt wurden.

 

 

 

'Doch nicht etwa DER Martin Rütter? Muss ich mich jetzt auch noch besser benehmen???'

Die Geflügelhappen erinnern mich spontan in Größe, Farbe und Form an Bananenchips - sind allerdings aus reinem Hühnchen.

 

Von der Größe her sind sie vielleicht eher was für etwas größere Fellnasen - beziehungsweise nur in homöopathischen Dosen für die Kleinen.

 

Sorry Sophie. Okay, eins gibt's noch. Aber nur noch eins ... 

 

 

 

 

Da könnte man glatt zugreifen ... :-)

Die Martin Rütter Trainingssnacks sind vom Produkt her eigentlich identisch zu den Geflügelhappen: 95% Hühnerfleisch mit den restlichen 5% (pflanzliches) Glycerin.

 

Von der Größe und der Form her (ca. 1x2 cm lange Stückchen in angedeuteter Knöchelchenform) sind sie auch für kleine Hunde gut geeignet, außerdem schön trocken – prima für die Jackentasche, in die sich irgendwie immer Leckerlis reinschmuggeln.

 

 

 

 

Getestet und für perfekt befunden - auch von Martin Rütters Emma ...

Sehr gut finde ich persönlich die wiederverschließbare Papiertüte. Der Geruch ist zwar sehr unaufdringlich, aber ich habe die Leckerlis gerne sicher und trocken aufbewahrt.

 

Sophie ist mit Martin Rütters Emma absolut einer Meinung: Die Dinger sind saulecker!

 

Hier ein kleines Beweisvideo (sorry, Weihnachtsmann ...):

 

Fazit unseres ersten Barf-Abenteuers

Gleich vorab: Was mir absolut gut gefallen hat, ist die Möglichkeit, sich im riesigen FRESCO-Angebot langsam an das Thema 'Barfen' heranzutasten.

 

Die Idee, mit den Fertigbarf-Menüs das Barfen so einfach und 'idiotensicher' wie möglich zu machen, finde ich toll. Echte Barf-Profis werden jetzt sicher die Nase rümpfen, aber ich freue mich, wenn ich Hilfestellung bei dem doch nicht so einfachen Thema bekomme. Aber auch die Profis sind vielleicht ganz froh, wenn sie die Kuh in portionierten Stücken gut durchgefrostet erwerben können ... :-)

 

FRESCO bietet wirklich eine überwältigend (wenn auf den ersten Blick nicht sogar schon verwirrend) große Vielfalt an Barf-Stufen und Fleischsorten an. Hier ist für jeden was dabei, vom Anfänger wie uns bis zum Barf-Meister. Auch für Welpen, Senioren und Fellnasen mit Gewichtsproblemen gibt es Spezial-Futter, dazu noch die verschiedensten Kräuter und Öle ...

 

Positiv überrascht war ich auch von der 'zurückhaltenden' Fütterungsempfehlung von FRESCO für die einzelnen Gewichtsklassen - und überhaupt den vielen Informationen (auch in Video-Format). Für Fragen hat FRESCO offensichtlich immer ein offenes Ohr.

 

Auch die Packungsgrößen beim Trockenbarf sind durchdacht. Es gibt das Trockenfutter auch in kleineren Packungen ab 1kg - ideal, wenn man die Sorte einfach mal probieren will, öfter mal Abwechslung bieten oder einfach nur eine kleine Fellnase hat, für die ein 15kg-Sack ein paar Jahre reichen würde (also, fast). Durch den ‚Reißverschluss‘ ist sicheres, sauberes Verschließen kein Problem.

Gibt's auch was zu meckern?

Eigentlich nicht.

 

Das Nassbarf in den Dosen hat Sophie supergut geschmeckt, und die vielen gesunden Sachen im Nassfutter finde ich überzeugend. 

 

Interessanterweise hat Sophie auf das Trockenbarf verdauungstechnisch etwas sensibel reagiert, obwohl die Inhaltsstoffe praktisch identisch zu der Sorte Nassfutter sind. Ob es am höheren Proteingehalt liegt? Oder an der Verarbeitung?

 

Geschmeckt hat es Sophie auf alle Fälle bestens, und auf die Leckerlis ist sie total wild. :-)

 

Von dem her: Daumen hoch.  

Aber Barfen ist doch bestimmt total teuer?!?

Ja, dieses Vorurteil steht auch irgendwo auf meiner Best of-Liste der Barf-Ausreden drauf ... :-)

 

Ja, Qualität hat ihren Preis. Wenn ich unfairerweise den Einzelpreis einer Dose mit dem Sparpaket von Sophies Haus- und Hof-Futter (also, das normale Nassfutter) aus dem Großhandel vergleiche, gibt es schon einen Unterschied. Beim Vergleich mit einzelnen Dosen anderer Premium-Anbieter sieht es aber schon wieder ganz anders aus. Da ist FRESCO tatsächlich günstiger - und bietet Barf-Qualität. Außerdem findest Du auf der Homepage von FRESCO die verschiedensten Sparpakete.

 

Barfen muss also gar nicht teuer sein ...

Barfen? Ab jetzt können wir mitmachen!

Unser erstes großes Barf-Abenteuer liegt jetzt also hinter uns. Dank FRESCO wissen wir, dass Barfen nicht nur was für studierte Lebensmitteltechniker, Herrchen/Frauchen mit sehr viel Zeit und einem noch dickeren Geldbeutel sein muss. Wir werden bestimmt mal wieder ein paar Dosen Nassbarf bestellen, und der Herr Rütter hat in Sophie einen großen Fan seiner Trainingssnacks gewonnen.

 

Und vielleicht wir uns bald auch mal an die nächste Stufe heran: das gefrorene Fertigbarf.

 

Wär ja gelacht, wenn wir das mit dem Barfen nicht auch hinkriegen ... :-)


So, das war's auch schon für heute. Wie Du (hoffentlich) an der Deko auf den Bildern erkannt hast, sind wir im Anflug auf Weihnachten und damit auch auf das Jahresende.

 

Wow, der kleine Hundeblog hat bald schon Jahr #2 geschafft - darauf ein 'Hurra!' :-)

 

Sophie und ich freuen uns, dass wir so nette Leser wie Dich gefunden haben und sagen von Herzen 'Dankeschön'. Wir wünschen Dir ein paar wunderbare Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein zauberhaftes neues Jahr, das für uns erstmal mit einer großen Reise beginnt :-). Bald sind wir aber wieder da und versorgen Dich im neuen Jahr weiter mit vielen Blog-Beiträgen, versprochen!

 

Bis dahin alles Liebe für Dich und Deine Fellnase, hab eine wunderschöne Zeit!   

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Kommentare: 4
  • #1

    Marion (Dienstag, 24 Dezember 2019 16:12)

    Danke für den tollen Bericht.....

    Euch Beiden ein schönes Weihnachtsfest sowie einen guten Übergang ins Neue Jahr.

    LG Marion & Balou

  • #2

    Buddy (Dienstag, 14 Juli 2020 11:47)

    Hallo , interessanter Beitrag ! frisst denn Sophi noch Fresco ?
    Liebe Grüße

  • #3

    Claudia & Sophie (Dienstag, 14 Juli 2020)

    @Buddy: Vielen Dank! Puh, ich muss zugeben, ich leide nicht unter dem typisch weiblichen Schuhtick, sondern unter dem Hundefutter-Probiertick ... Wir haben das Glück, dass Sophie bis jetzt alle Futtersachen sehr gut vertragen hat - wir suchen ja auch immer was Feines aus :-). Deswegen sind wir nicht bei FRESCO 'hängengeblieben', aber das heißt nicht, dass das Futter nicht echt super war. Ich wechsle nur gerne ab ... Irgendwann kommt garantiert wieder mal FRESCO auf den Bestellzettel und in den Hundenapf!
    Viele Grüße von
    Claudia & Sophie

  • #4

    Steffi (Mittwoch, 15 Juli 2020 21:58)

    Hey, ich bin gerade zufällig auf die Seite gestoßen weil ich einen Erfahrungsbericht zum Trockenbarf gesucht habe. Wir füttern unserem kleinen Baustellenhund Dose und Balf-Trockenfleisch,was auch sehr super ist,aber 3x so teuer. Nun sind wir sehr gespannt wie es vertragen wird.
    Ich bin eigentlich leidenschaftlicher Barfer(seit 10Jahren) und hier ist es tatsächlich so das mal ein ganzes Reh zerlegt wird. Ich habe noch 2 andere Hunde die ich von Anfang an barfe:)
    LG Steffi